Auf den Spuren des Odysseus

Griechenland. Manfred Ruthner machte sich per Katamaran auf den Weg, um von Korfu aus die Inselwelt im Ionischen Meer zu erkunden. So entdeckte er ein wunderbares Segelrevier für sich – ganz ohne Irrfahrt und ganz ohne Stress

Malerisch. Die Inseln im Ionischen Meer bieten eine Vielzahl an idylischen und auch geschützen Ankerplätzen, wie hier die Bucht Mesovrika vor Antipaxos

Malerisch. Die Inseln im Ionischen Meer bieten eine Vielzahl an idylischen und auch geschützen Ankerplätzen, wie hier die Bucht Mesovrika vor Antipaxos

Wenn das Wetter passt, wird die One House Bay bei der kleinen Insel Atokos, mitten im Ionischen Meer gelegen, zum Sehnsuchtsziel für Segler. Ehe man dieses Kleinod erreicht, muss man aber einige Meilen zurücklegen; startet man wie wir in Korfu, sind es ein paar Tagesetappen, wobei die Devise „Der Weg ist das Ziel“ gilt.

Unser Ausgangspunkt ist die Marina Gouvia, in der sich das Bunkern besonders angenehm gestaltet. Sie zählt zu den größten Yachthäfen Griechenlands, die Schiffe des Nautic Alliance Partners liegen sehr günstig am Ausgang der Marina mit dem Heck direkt am Kai. Mit Taxi oder Mietwagen kann man so bis zur Charteryacht fahren und den Einkauf aus dem nahen Supermarkt bequem an Bord bringen. Während die Crew in der Snack Bar einen Willkommens-Drink genießt, erledigt der Skipper nebenan im Office von Sun Charter den Check-In. Das anschließende Briefing und Verstauen aller Utensilien ist flott erledigt, allein bis der Hafenkapitän seine Unterschrift unter alle Papiere gesetzt hat, dauert es ein wenig.

Aber schließlich können wir doch noch am frühen Nachmittag auslaufen. Völlig entspannt, denn wir liegen bereits an der Ausfahrt der Marina und müssen uns nur an den Tonnen orientieren, die das Fahrwasser zwischen den seichten Stellen der Bucht markieren. Dann halten wir auf die Altstadt von Korfu zu. Bald liegen die Mauern der Alten Zitadelle als beeindruckende Kulisse steuerbord querab. Unter einem weiten, wolkenlosen und tiefblauen Himmel steuern wir bei ruhiger See in Richtung Südspitze der Insel. Mangels Wind rauschen wir unter Motor dahin und erreichen die Insel Paxos noch vor Sonnenuntergang. Unser Ziel ist die nördlichste Bucht vor dem kleinen Fischerort Lakka – ein kurzes Rasseln der Ankerkette, dann ist alles Seemännische getan. Wir befinden uns in guter Gesellschaft, einige Yachten ankern in der Bucht, es gibt aber ausreichend Platz zum Schwojen. Mit dem Dingi geht es ans Ufer und zur Reihe der Tavernen. Nach einem kurzen Bummel entscheiden wir uns für das stimmungsvolle, mondän wirkende und vor allem direkt am Wasser gelegene „Akis“. Hier kommt jeder auf seine Kosten, egal ob er Meeresfrüchte oder Moussaka bevorzugt, dazu passt griechischer Wein. Sterne übersäen den Nachthimmel über der Bucht, Toplichter mischen sich still darunter; welch stimmungsvoller Auftakt unserer Segeltour.

Kurz nach Tagesanbruch heißt es Anker lichten, wir wollen zur rund 60 Seemeilen entfernten Insel Kefalonia. Kaum haben wir das Nordkap umrundet und uns von der Westküste von Paxos entfernt, wird günstiger Wind aus Nordost spürbar. Endlich können wir Segel setzen!

Den gesamten Revierbericht lesen Sie in der Yachtrevue 2/2025, am Kiosk ab 28. Februar!

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